Wir sind gerade mal knapp eine Woche in Wales aber schon total verliebt in das Land. Gleich die erste Wanderung am „Reisetag“ hatte uns schon super gut gefallen. Nachdem wir den ersten Schlechtwettervormittag zum Schreiben des Blogeintrags genutzt hatten, machten wir einen kleinen Spaziergang am einsamen Steinstrand direkt vor dem Campingplatz. Delfine sahen wir zwar nicht, aber kurz bevor wir umkehren wollten, entdeckte ich (Linda) erst eine und dann zwei Kegelrobben im Meer.
Eine Weile waren wir nicht sicher, wer hier eigentlich wen beobachtet. Eine der Robben tauchte immer wieder auf und streckte den Kopf in unsere Richtung. Als wir uns dann auf den Rückweg am Strand entlang machten war es eindeutig: die Robbe hatte uns ins Visier genommen. Sie folgte uns ganz eindeutig und blickte dabei immer wieder in unsere Richtung. Irgendwann wurde es aber auch ihr zu langweilig und sie verschwand auf Nimmerwiedersehen im Meer.
Am Samstag machten wir einen Ausflugstag. Mit dem Auto fuhren wir mehrere Empfehlungen aus dem „Wild Guide Wales“-Reiseführer an. Den Anfang machte eine Burgruine aus dem 13. Jahrhundert (Castell y bere) mit einem beeindruckenden Blick über die Landschaft.
Weiter ging es nach Dolgellau wo es in einem urigen Cafe das erste orignial English – äh Welsh Breakfast für uns gab. Anschließend verfuhren wir uns ein bisschen und landeten, statt an einem Bachlauf mit Wasserfällen, auf einem Hochplateau mit einem wunderschönen See. Vor allem die Stille dort oben beeindruckte mich total. Es war vielleicht eher die Abwesenheit von Lärm, als wirkliche Stille. Außer Vogelgezwitscher und einem gelegentlichen Schafsblöken war praktisch nichts zu hören. Ich hätte dort gut auch etwas länger verweilen können. Für die, die es interessiert: Zwei ornithologische Beobachtungen seien noch erwähnt: ein Schwarzkehlchen (von denen wir mittlerweile schon mehrere gesehen haben) und das Weibchen eines Steinschmätzers.
Der letzte Punkt auf der Ausflugstour war der blaue See, ein künstlicher, fast rechteckiger Pool, der durch den Schieferabbau entstanden ist. Wir arbeiteten uns den Hang hoch durch Schiefergeröllfelder und genossen dann den herrlichen Blick in das tiefblaue Wasser des Sees. Der Zugang durch einen alten Eisenbahntunnel ist leider seit diesem Jahr zugeschüttet, so dass wir nicht ins Wasser hüpfen konnten 🙁 .
Zu Hause auf dem Campingplatz zeigte sich dann wieder die Sonne und wir genossen ein leckeres Abendessen mit Blick aufs Meer mit anschließendem Sonnenuntergang.
Während ich Sonntag früh nichtsahnend beim Abwasch einen Plausch mit einer netten Lady aus Liverpool hielt, entdeckte Christian dann doch noch Delfine im Meer. Nach dem Packen ging es weiter gen Süden nach New Quay und weiter an den wunderschönen Strand von Mwnt. Die Nacht verbrachten wir in Cardigan – ob hier auch die berühmten Strickjäckchen herstammen? Keine Ahnung…
Seit Montag sind wir am Whitsands Bay – St. Davids und genießen den Strand und das ziemlich kalte Meer. Vielleicht legen wir uns ja doch noch einen Neo zu – dann halten wir es endlich auch länger als wenige Augenblicke aus. Heute gings zu einer kleinen Wanderung die Küste entlang und dann mit den Rädern ins nahegelegene St. Davids – Großbritanniens kleinste Stadt. Hier sitzten wir im Pub Farmers Arms und aktualisieren bei einem Pint Carling unseren Blog.
Liebste Grüße
Linda und Christian



































