Dover und die Seven Sisters

Am vergangen Samstag haben wir eine superschöne Wanderung entlang der Küste in Richtung Dover gemacht. Direkt vom Campingplatz aus ging es los immer am bzw. über dem Wasser entlang. Vor allem am Anfang war der Weg gesäumt von vielen Wildblumen in denen die Schmetterlinge nur so herumschwirrten. Bei bestem Wanderwetter (sonnig aber nicht zu heiß, ein leichter Wind, aber nicht zu stürmisch und angenehme 21°C) sind wir bis zum Leuchtturm von St. Margrets gelaufen, von wo aus man einen tollen Blick auf die weißen Felsen von Dover hat.
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Auto weiter zu den Seven Sisters, einer Kalksteinformation etwas westlich von Dover. Auch hier wieder: traumhafte Blicke auf das Meer und die Felsen. Insgesamt ist die Landschaft um die Seven Sisters etwas rauer als im Osten und der Wind blies kräftiger. Auf dem Parkplatz tummelten sich hunderte von Bustouristen aus aller Welt. Zum Glück verlief es sich dann ein paar Schritte weiter schon deutlich und wir konnten den Ausblick bei einem kleinen Picknick genießen.

Brighton

(Umsonst-)Stellplätze für Wohnmobile sind in England scheinbar rar, aber dafür wird vielerorts geduldet, wenn man über Nacht auf einem Parkplatz stehen bleibt. Dazu gibt es überall (zumindest tagsüber) hervorragende kostenfreie Toiletten – was will man mehr ;-).
In Brighton standen wir direkt neben dem Strand auf einem Parkstreifen. Ganz so, wie wir es uns vorgestellt hatten (In Brighton MUSS man gewesen sein – zumindest laut unserem Reiseführer), war die Stadt nicht, aber wir verlebten dennoch einen entspannten Tag inklusive Mittagsschläfchen mit Sonnenbrand am Strand. Der berühmte Brighton Pier macht im Abendlicht beleuchtet zwar auf den ersten Blick ordentlich was her, aber wenn man dann dort ist, stellt sich heraus, dass es sich in erster Linie um eine Automatenhalle handelt.
Die entspannte Atmosphäre in der Stadt gefiel uns aber richtig gut. Am Morgen ging es weiter nach Windsor zum nächsten Parkplatz. Christian nutzte den Tag für eine Fahrradtour entlang der Themse und Linda gönnte sich einen Tag ohne Programm mit Pilates und Lesen im Park.
London
Mittwoch früh klingelte der Wecker bereits um 7:00 Uhr. Da ich (Christian) noch nie in London war, musste diese Bildungslücke dringend geschlossen werden. Das Auto blieb in Windsor stehen und wir fuhren mit dem Zug in die große Stadt. Gleich zu Beginn ging es vorbei an den ersten Highlights: London Eye, Westminster Palace, Big Ben (leider zurzeit im Gerüst versteckt), Westerminster Abbey und durch den St. James Park. Am Buckingham Palace stolperten wir zufällig neben ca. richtig vielen Menschen direkt in den Wachwechsel. Mit Blasmusik und Marschieren, fast wie beim Gifhorner Schützenfest – herrlich! Über den Piccadily Circus ging es weiter zum Covent Garden. Da wir natürlich kein touristisches Highlight auslassen konnten und die Beine zu diesem Zeitpunkt schon etwas lahm wurden, schnappten wir uns zwei Räder und düsten die Themse hinab bis zum Tower und zur Tower Bridge. Wieder auf den Rädern ging es zurück und weiter bis zum Hyde Park, wo wir uns eine Verschnaufpause gönnten. Da Christian jetzt alle Postkartenmotive beisammen hatte konnten wir zum Feierabend übergehen. Wir radelten gen Norden durch weniger touristische Gegenden bis zum Camden Market wo wir uns das erste Bier des Abends gönnten. In einem Londoner Pub am Kanal bei Burgern und Fries ließen wir den Tag Revue passieren, bevor es zurück ging nach Hause zu Moby Dick, der in Windsor auf uns wartete.
Wales

Gestern sind wir dann weiter nach Wales, genauer, in die Nähe von Rhoslefain (Southern Snowdonia) gefahren. Unterwegs zu unserem Stellplatz an der Küste haben wir noch einen Stop für eine kleine Wanderung eingelegt. Bei recht viel Wind und dem ein oder anderen Schauer sind wir zum “Rodney Pillar“ hochgewandert. Nach mehreren Stunden im Auto eine willkommene Abwechslung. Oben angekommen bekamen wir einen ersten Eindruck von der Weite Wales‘.
Über immer kleiner werdende Straßen fuhren wir nach dem Abstieg weiter in Richtung Küste. Begrüßt wurden wir dort von einer steifen Brise, einem wahnsinns Meerblick und: EINER DUSCHE! Juchu!
Wir freuen uns auf die nächsten Tage in Wales und sind gespannt, was uns erwartet. Nachher gibt’s erstmal einen kleinen Spaziergang an der Küste, bewaffnet mit dem Fernglas…vielleicht entdecken wir ja einen Delphin?
Seid alle gedrückt
Linda und Christian

































