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Der Quilotoa Loop und Weihnachten in Mindo

Der Quilotoa-Loop

Schon beim ersten Stöbern im Reiseführer und/oder Internet noch in Europa, hatte ich ein Bild von der Quilotoa Lagune gesehen und wusste sofort: da will ich hin! Zum Glück ging es uns beiden so und uns war auch ziemlich schnell klar, dass wir dort wandern wollten. Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns für die 3 tägige Wanderung in umgekehrter Reihenfolge. Das bedeutet, dass wir nicht zum Krater hin liefen, sondern dort starteten. Das hat zwar den Nachteil, dass man das Highlight – den See – direkt zu Beginn der Tour hat, dafür läuft man tendenziell eher runter als hoch. Die Betonung liegt auf „tendenziell“, denn am Ende befindet man sich zwar an einem tieferen Punkt als der Kraterrand, aber man durchquert jeden Tag eine Schlucht – und da ist es eigentlich egal, woher man kommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die meisten Wanderer in die andere Richtung wandern und so hatten wir die Wege meist ganz für uns.
Hier eine kleine Foto-Reise unserer Wanderung:

Tag 1: Quilotoa – Chugchilan; 12km

Los gehts – leider sehr bewölkt und windig – trotzdem schön!
Kreisrund, auf ca. 3900m Höhe und bis zu 250m tief ist der Kratersee.
Fotomotive ohne Ende
Ein Unterschlupf zur rechten Zeit. Gerade, als es anfing zu regnen, konnten wir uns in dieser Hütte mit Tee am Feuer wärmen.
immer noch recht wolking – aber trocken
auf nach Chugchilan – und zwar „Extreme“
Es geht steil bergab.
durch kleine Dörfer mit freundlichen, interessierten Einwohnern
Die Einladung zum Schafe scheren konnte ich nicht ausschlagen.
kritisch beäugt und belächelt von den „Profis“
Weiter geht es in Richtung Flusstal.
vorbei an unzähligen kleinen, per Hand bewirtschafteten Feldern
über total vertrauenerweckende Brücken
Erschöpft und glücklich erreichen wir das Hostel nach 5 Stunden Wanderung.

Tag 2: Chugchilan – Isinlivi; 12,5km

Die Sonne scheint – auf nach Isinlivi.
Wir haben Bock!
Die Wolken schweben noch zwischen den Hügeln.
das erste (und einzige) Lama auf der Wanderung
Andenpanorama
einmal runter und auf der anderen Seite wieder hoch – ein Klacks
wieder durch ein winziges Dorf
über stabilste Brücken
und bergauf…puh!
oben angekommen – der Blick zurück
Abhängen in Isinlivi, nach 4,5 Stunden Wanderung.

Tag 3: Isinlivi – Sigchos; 11km

Auf nach Sigchos!
Tag 3 geht los.
I-Ahhhh
Die Sonne scheint heute erbarmungslos.
Dürfen wir einmal vorbei, bitte?
eine Mütze voll Wasser gegen die Hitze
Wir: Verschwitzt vor traumhafter Kulisse.
Nach gut 3 Stunden erreichen wir unser Tages- und Endziel Sigchos – drei wundervolle Tage gehen zu Ende.

Auf unserer Wanderung war wirklich alles dabei: wunderschöne Natur, beeindruckende Landschaft, herzliche Menschen, körperliche Anstrengung, leckeres Essen in den Hostels, einmalige Erlebnisse und das tolle Gefühl anzukommen.

Weitere Impressionen vom Quilotoa Loop:

Weihnachten in Mindo

Für die Weihnachtsfeiertage hatten wir uns als Ziel Mindo ausgesucht. Der Ort liegt ca 50 km nordwestlich von Quito im Nebelwald. Hier gibt es eine gute touristische Infrastrukur und es ist trotzdem sehr entspannt. Wir quartierten uns im Hostal Armonia mit seinem Orichidengarten ein. Nicht nur zum Frühstück an der Futterstelle, auch sonst schwirrten überall Kolibris und andere Vögel durch den Garten. Wir wohnten in einer kleinen Cabaña und verbrachten Weihnachten mal ganz anders. Aus Ecuador stammen die besten Kakaobohnen der Welt. Daher besuchten wir an Heiligabend eine kleine Schokoladenmanufaktur. Mit ganz viel Herzblut und Begeisterung führte uns Besitzer Miguel über das Gelände und ließ uns unsere eigene Schokolade herstellen – wirklich köstlich!

Abends gingen wir syrisch essen und tranken anschließend gemütlich ein Gläschen Wein auf unserer Veranda.

Am ersten Weihnachtsfeiertag stellte ich mich mal wieder einer meiner Uränste: der Höhenangst. An insgesamt 10 Ziplines sausten wir über die Baumwipfel des Nebelwaldes. Zum Glück waren unsere Guides total nett und die ganze Anlage machte einen guten Eindruck. So konnte ich meine Angst schnell überwinden und den Ausblick über die Bäume richtig genießen.

Weiter ging es wieder an einem Drahtseil über den Wald auf das andere Ende eines Tals – diesmal jedoch in einem Stahlkorb. Auf der anderen Seite erwartete uns richtiges Dschungelfeeling. Durch dicht bewachsenen Wald wanderten wir immer weiter nach unten zu verschiedenen Wasserfällen.

Wieder zurück in Mindo entdeckten wir auf der Speisekarte eines Restaurants unser Weihnachtsessen: Wienerschnitzel und Currywurst – zwar nicht wirklich weihnachtlich aber doch ein Stück Heimat an Weihnachten so weit von zu Hause.

Am 2. Weinachtsfeiertag standen wir mit dem ersten – naja, oder zehnten Hahnenschrei um 5:30 Uhr auf – denn unser persönlichr Guide wollte uns um 6:00 Uhr abholen zur Bird-watching-Tour im Nebelwald. Während die Sonne Stück für Stück höher stieg, entdeckten wir viele viele Vögel in den buntesten Farben. Sogar meherer Tukane waren dabei. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Am Ende gab es einen Kaffee mit Ausblick auf eine gut besuchte Kolibrifutterstation. Unser Guide kannte wirklich von jedem Vogel den Namen. Dabei gibt es hier so unfassbar viele verschiedene und auch ähnliche Vögel (allein in Mindo über 500 Arten), dass wir kaum mitkamen und uns nur einen Bruchteil der Namen merken konnten. Ein besonderes Highlight war es, als der sehr scheue Cock of the Rock an uns vorbei flog. Den bekommt man normalerweise nicht zu Gesicht.

Morgen heißt es Abschied nehmen von Ecuador – wir fliegen nach Panama. Etwas wehmütig verlassen wir dieses wunderbare Land. All die freundlichen Menschen, die atemberaubende Landschaft und nicht zuletzt die abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt machen Ecuador zu einem großartigen Reiseziel. Dabei haben wir längst noch nicht alles gesehen (den Amazonas und die Küstenregion haben wir komplett ausgelassen).

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